Lecker Fresschen

Häufig ist der Unterschied zwischen „gut“ und „schlecht“ nur eine Sache des Maßes. Viele gute Charaktereigenschaften können verderben, wenn es ein „zu viel des Guten“ gibt.

Auch bei eigenem Handeln im Allgemeinen, ist die Frage danach, ob man zu viel des Guten tut, häufig hilfreich. Viele Handlungen bringen häufig keinen Mehrwert mehr für uns, wenn man sie zu oft oder zu intensiv verfolgt. Sie korrumpieren dann, verlieren ihre positiven Effekte und führen häufig auch zu negativen Konsequenzen.

Zudem kosten sie dann Lebenszeit, die vielleicht gerne in etwas anderes investiert worden wäre.

Lecker Fresschen

Zu einem Fest da ist es Sitte,
gehört viel Fresszeug in die Mitte.
Wer will nicht am Buffet sich laben,
bis sich vollends spannt der Magen.

Kommt lasst uns zu den Klopsen hopsen,
Ketchup drauf zum Fleisch aufmotzen,
dazu noch etwas Couscous schlotzen,
wir fressen eiskalt bis wir kotzen.

Wir fangen an mit einer Suppe,
die ist eigentlich ziemlich schnuppe.
Hors d’Oeuvre folgt sogleich auf Schritt,
das nehmen wir doch gerne mit!

Als dritten Gang gibts Fischgericht,
noch stört uns das Gefresse nicht.
Fleisch gibt es dann rosé und mächtig,
wer hier nicht zulangt, ist verdächtig.

Pause jetzt mit Bier und Wein,
das soll noch nicht das Ende sein,
Der zweite Teil der folgt zugleich,
bald wird das Entreé gereicht.

Und während die ersten jetzt schon platzen,
hört man die andern beim Braten schmatzen.
Wer jetzt noch nicht schon mal erbrochen,
dem werden Entrements versprochen.

Wir schließen endlich mit Dessert,
doch eigentlich mag niemand mehr.
Es grunzt und keucht schon unter Tischen,
wer liegen bleibt, der darf heut wischen!



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